traum

ich hatte einen traum

und in diesem traum durfte ich auf dich bauen,

ein solides fundament,

ein wort, das ohne auszusprechen jeder kennt;

ich brauchte mich nur umzuschauen und du bist da,

stehst aufrecht, blondes haar und in der intention stets selbstbewusst und sonnenklar;

wär’ da nicht die wolke, die sich vor das strahlen schiebt,

immer dann, wenn einer von uns sich als was and’res ausgibt,

mal ein vogel, mal ein schmetterling,

mal ein spaten, mal ein schmetterding,

jemand ist hart und brutal,

jemand traurig, voller qual,

dann verstummen beide ohne einander anzusehen,

seufzen laut, stürmen los, ohne miteinander zu gehen,

diesen weg, den sie gemeinsam wollten beschreiten,

umgegraben, totgefahren, zertrümmert und in scherben nach dem streiten,

doch ein flüchtiger blick wird gewagt,

kleinlaut ein hübsches wort gesagt,

der große abschied freudestrahlend auf ein andermal vertagt,

nun laut lachend keine miene mehr verzagt;

es folgt das erlösende finale,

die ausgestreckte hand zum was-weiß-ich wievielten male,

ein zärtliches berühren,

das verfluchte jeden moment ganz bewusst zu spüren,

dann lasse ich los im vertrauen,

unser atem wird den herzschlag weiterführen

und ich wache auf, aus dem traum und weiß,

ich darf auf dich bauen.